1922 e.V

 Spiel: SC Eichstetten                       –                 SC Croatia Freiburg      3:3                           

Aufstellung: 1 Zimmermann Felix, 2 Hornecker Stefan, 3 Willesch Marco, 4 Grässle Stephan, 5 Schöberl Peter, 6 Schwinde Kristian, 7 Bär Holger, 8 Stressler Christoph, 9 Schmidt Michael, 10 Stöfken Karsten, 11 Trautwein Simon

Ersatz: (fliegender Wechsel): 12 Hauch Michael, 13 Trautwein Holger, 14 Schmidt Jochen

Tore: 1:0 Trautwein Simon (5. Min.), 1:1 (14.Min.), 2:1 Trautwein Simon (26.Min), 2:2 (36.Min.), 2:3 (67. Min.), 3:3 Hauch Michael (80.+3.Min.)

Hochdramatischer Krimi im Spitzenspiel.

Dank einer tollen Moral, einem unbändigem Willen und dem Mut zum Risiko gelang der AH vom SC Eichstetten, vor beeindruckender Heimkulisse, in der Nachspielzeit das hochverdiente Unentschieden gegen den bisher ungeschlagenen Tabellenführer.

Da die qualitativ besseren Spieler von der Croatia mehr vom Spiel haben werden war im Vorfeld klar. Doch durch konsequentes Verschieben, setzen von gezielten Nadelstichen in der Offensive und aggressive Spielweise in der Defensive sowie das perfekte umsetzen des Matchplanes des Trainerteams konnte man sich den nicht mehr geglaubten Punkt in der 3. Minute der Nachspielzeit sichern.

Von Beginn an drückte der SCE die hochgehandelten Kicker aus Freiburg in die Defensive und erspielte sich mehrere Chancen. Und bereits in der 5. Minute wurde der Drang nach vorne durch die 1:0 Führung belohnt. Nach einem Foul an Kristian Schwinde an der Strafraumgrenze netzte Simon Trautwein den fälligen Freistoß sehenswert und unhaltbar ins Torwarteck.

Doch wie so oft wurde im Anschluss dass konsequente Spielen nach vorne eingestellt und man kümmerte sich ums Verteidigen der Führung. Dass rächte sich bereits einige Minuten später, denn die immer mutiger spielende Gäste konnten durch eine, nicht schlecht gemachte Einzelaktion, den 1:1 Ausgleichstreffer in der 14. Minute erzielen. Danach war es offener Schlagabtausch zweier sehr gut aufgelegten und taktisch hervorragend geschulten Teams.

In der 26. Spielminute schwingte das Pendel dann wieder in Richtung Heimelf. Nach einem blitzsauberen Konter konnte Karsten Stöfken einen herrlichen Sololauf starten. Nahe dem Strafraum wurde er unsanft gestoppt und der Ball kullerte in Richtung von Torjäger Simon Trautwein. Der sah dass der gegnerische Keeper zu weit vor dem Tor stand, nahm allen Mut zusammen und jagte die Kugel unhaltbar über den Torwart ins Netz.

Was nun folgte waren wütende Angriffe der Gäste. Sie schnürten die Heimelf regelrecht ein in ihre Hälfte. Doch durch konsequentes Zuschieben und knallhart geführtes Zweikampfverhalten schaffte man es Croatia vom eigenen Tor fernzuhalten. Immer wieder konnte der SCE in dieser Phase der eine oder andere Konter gesetzte werden. In der 33. Minute lief Simon Trautwein, nach einem herrlichen Steilpass vom heute laufstarken und glänzend aufgelegtem Stephan Grässle, alleine auf den gegnerischen Torwart zu. Doch statt die Kugel einfach an ihm vorbeizuschieben und damit seinen Hattrick perfekt zu machen, schloss er zu schnell ab und der Ball rollte dem Keeper in die Hände.

Fast im Gegenzug nutzte der Gegner einen der seltenen Momente der Unachtsamkeit der Defensive und der Gästestürmer drosch den Ball unhaltbar am Eichstetter Goalkeeper vorbei zum 2:2 Ausgleich.

In der Halbzeitpause wurden dann neue Kräfte gesammelt und leichte taktische Korrekturen vorgenommen. Doch auch der Gegner hatte sich beim Pausentee augenscheinlich einiges vorgenommen und so spielte der Gast, nach Wiederanpfiff der Partie, munter drauf los und schnürte den SCE immer mehr in dessen Hälfte ein.

Man spürte dass es nicht mehr lange dauern wird bis der Gegentreffer fallen wird. Die Entlastung fehlte und so rollte Angriff auf Angriff aufs Heimtor zu. Allerdings muss man dazu sagen dass zwar das spielerische und optische Übergewicht der Gegner hatte, doch die klaren Torchancen fehlten. Irgendwie konnte die heute bärenstarke Defensive immer einen Fuß oder Kopf dazwischen bekommen und den direkten Torschuss damit verhindern.

In der 67. Spielminute passierte dann das unausweichliche. Nach einer perfekt getimten Flanke zwischen Torwart und Abwehrspieler musste der Toptorjäger der Gäste nur noch seinen Schädel hinhalten und den Ball, gegen die Laufrichtung des hinauseilenden Felix Zimmermann, zur 2:3 Führung in die Maschen befördern.

Der Schock über den Rückstand hielt aber nur ein paar Minuten an, dann schüttelte sich die Heimelf und besann sich wieder auf den vorgegeben Matchplan. Durch einige Korrekturen am System und Verbesserungen des Schnellumschaltspiel sowie der Umstellung von Abwehr-, auf Angriffspressing konnte der SCE die Lage wieder zusehends in den Griff bekommen.

Man merkte dass es den Gästen immer weniger gefiel denn die Motzerei auf dem Platz, zu den eigenen Mitspielern sowie zum Schiedsrichter, wurde immer mehr. Dass war der Moment für die Heimelf zuzuschlagen. Doch trotz mehreren Hochkarätigen Torchancen, wollte der Ausgleichtreffer nicht fallen. Einmal lief Christoph Stressler alleine aufs Tor zu und entschied sich für den falschen Abschluss und einmal stand Michael Hauch mutterseelenalleine vor dem Gästegehäuse und brachte die Kugel nicht am Torwart vorbei.

Als der Schiri noch drei Minuten Nachspielzeit anzeigte lies der SCE alle Hüllen fallen und warf alles was noch laufen und sich schleppen konnte nach vorne. Die Bälle flogen durch den Strafraum hin und her und die Gäste liefen wie aufgeschreckte Hühner umeinander und wussten nicht wie Ihnen geschah.

Dann die letzte Aktion. Ein Steilpass auf Michael Hauch, der nahm den Ball sauber bei vollem Tempo mit, lief seinem Gegenspieler auf und davon und überlistete den herauseilenden Torwart mit einem cleveren und satten Schuss ins kurze Eck zum umjubelten 3:3 Ausgleich.

Das Bruckmattenstadion bebte. Die Zuschauer sprangen umher und lagen sich in den Armen.

Der Unparteiische lies den Anstoß noch erfolgen um dann direkt die Partie abzupfeifen. Und so endete das Spiel mit einem gefühlten 3:3 Sieg für den SCE.

Fazit: Ein sehr unterhaltsames Topspiel bei dem jeder Fußball Kenner aufgrund der verschiedenen Systeme und Taktiken mit der Zunge schnalzen konnte. Der SCE gab nie auf und belohnte sich mit dem Ausgleich auch weil die mannschaftliche Geschlossenheit, sehr starkes Lauf-, und Pressingspiel und der unbändige Wille dieses Spiel nicht zu verlieren da war und gezeigt wurde.

Ein herzliches Dankeschön an die Eichstetter Ultras die uns immer wieder stimmgewaltig nach vorne gepeitscht hatten sowie an den Thekendienst Andy Knirsch und Oli Kawaletz die uns in der 3. Halbzeit bestens mit Essen und Trinken versorgten und tunlichst darauf achteten das der Flüssigkeitshaushalt, sowie die Energiereserven wieder schnellstens aufgefüllt  wurden.